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| Und wieder
Negs |
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| Paul erwachte, als ihn irgend etwas
an der Nase kitzelte. Er öffnete die Augen ein wenig
und zuckte zusammen, worauf eine Spinne mit langen, haarigen
Beinen aufgeregt davonhuschte.
Die Sonne schien sanft durch das dichte Blätterdach und
hatte die Luft schon wieder ein wenig erwärmt. Es roch
gut im Wald am frühen Morgen, ein paar Bienen summten
in der Nähe von Blüte zu Blüte.
‘Die reine Idylle!’, dachte Paul bitter.
Er erinnerte sich an die gestrige Nacht und fühlte
immer noch mit einer Mischung aus Genugtuung und Entsetzen
das Triumphgefühl in seinem Inneren, als er festgestellt
hatte, dass Rodions Angriff auf Manfred tödlich gewesen
war. Andererseits war es ihm einige Stunden zuvor beinahe
auch nicht besser ergangen. Es war Rodion wohl wirklich kaum
etwas anderes übriggeblieben, ein lebender Manfred hätte
ihn, aber auch die beiden anderen ans Messer geliefert.
Jetzt lag Manfred ein Stückchen unter der Erdoberfläche,
gut getarnt unter einem grossen umgestürzten Busch.
Sicher würde man ihn irgendwann anfangen zu suchen, Manfred
war eine nicht ganz unwichtigere Figur der KRAFT. Gewesen.
Der Boden war aber sehr locker gewesen und dieses Kombiinstrument
gab einen sehr brauchbaren Spaten ab. Er schätzte, dass
er höchstens eine halbe Stunde gebraucht hatte, Manfred
so zur letzten Ruhe zu betten, dass man ihn nicht ohne weiteres
finden würde.
Langsam rollte er sich unter der wärmenden Decke hervor;
sie war ziemlich dünn, besass aber ein hervorragende
Wärmedämmung, so dass er sehr gut geschlafen hatte.
Er sog noch einmal tief den erfrischenden Geruch des Waldes
ein, dann sprang er auf - behende wie ein Achtzigjähriger,
fand er - und sah sich um. Er hatte sich tief in den Wald
zurückgezogen, falls man noch in der Nacht nach ihm suchen
würde. Er packte seine Sachen zusammen, fegte den Laubhaufen,
auf dem er gelegen hatte, etwas auseinander und ging dann
langsam auf den schmalen Trampelpfad zu. In seiner Nähe
blieb er stehen und horchte einige Zeit Richtung Dorf. Ausser
den Geräuschen des Waldes drang nichts an seine Ohren,
also trat er aus dem Gebüsch auf den Pfad und machte
sich auf den Weg.
Er schätzte, dass er etwa fünf oder sechs Kilometer
Luftlinie vom Dorf entfernt war; die Lichtung im Wald war
vielleicht noch einmal so weit weg.
Er kam gut voran, die Spuren seiner gestrigen körperlichen
Auseinandersetzung waren weniger gravierend als befürchtet.
Dies war wohl weniger eine Folge seiner guten Regenerationsfähigkeit
als die segensreiche Wirkung der Tabletten, die er in dem
Rucksack gefunden hatte.
Der Pfad wand sich zwischen hohen Bäumen durch das
Dunkel des Waldes, scheinbar endlos, aber irgendwann kam Paul
doch an die Stelle, nach der er Ausschau gehalten hatte. Er
kam an eine kleine Lichtung, an deren Rand drei hohe Buchen
ein fast perfektes gleichseitiges Dreieck bildeten.
Hier verliess er den Pfad, um tiefer in den Wald einzudringen.
Er musste sich mindestens eine weitere halbe Stunde durch
das Unterholz kämpfen, bis er die Stelle erreicht hatte,
die er suchte. |
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| Plötzlich wurde der Wald licht,
es wuchsen nur noch Sträucher, die höchstens drei
oder vier Meter hoch wurden, während ringsherum die Bäume
dreissig Meter hoch in den Himmel ragten.
Er setzte sich auf einen umgestürzten Baum in der Nähe,
um auszuruhen und über sein weiteres Vorgehen nachzudenken.
Die Sonne stand mittlerweile hoch im Himmel, hier auf der
Lichtung war es warm, die Luft war schwer und roch nach feuchter
Erde. Schwalbenartige Vögel jagten in halsbrecherischem
Flug nach Insekten, wobei sie schrille Pfiffe ausstiessen.
Seine Anwesenheit schien sie wenig zu beeindrucken.
Langsam bemerkte Paul doch eine gewisse Erschöpfung und
er beschloss, doch erst einen Mittagsschlaf einzulegen.
Als er wieder erwachte, war es etwas kühler geworden,
und er ging mit frischer Kraft an die Arbeit. Er ging um die
Lichtung und stellt überrascht fest, dass sie 164 Schritte
lang und 167 Schritte breit war. Ging man von einer etwas
ungleichmässigen Schrittweite aus, bildete diese Lichtung
offensichtlich ein Quadrat!
Hatte er zunächst noch an eine Laune der Natur gedacht,
etwa an eine Felsplatte dicht unter der Oberfläche, war
er jetzt sicher, dass diese Lichtung künstlichen Ursprungs
war. Wer aber hatte diese Lichtung so angelegt, warum hatte
er es gemacht und vor allem wie?
Paul dachte zunächst an Chemikalien, irgendwelche Herbizide
oder sowas. Er verwarf den Gedanken schnell, die wären
sicher zu schnell abgebaut worden. Und sonst? Genmanipulierte
Pflanzen? Bei allem Respekt vor der Kultur der Negser, so
weit waren die sicher noch nicht.
Er entschloss sich, an einer Stelle zwischen ein paar besonders
schönen, zartrosa blühenden Sträuchern mit
betörendem Duft ein wenig zu graben. Was es auch war,
das Geheimnis musste im Boden liegen. Und wenn er schon arbeiten
musste, dann wenigstens in ansprechender Umgebung.
Auch hier war der Boden locker und feucht, aber er musste
sich zum Teil durch dichtes Wurzelwerk graben, so dass sein
Hemd schon bald schweissnass an seinem Körper klebte.
Er untersuchte die Erde aufmerksam, konnte aber nichts entdecken.
Ärgerlicherweise kreisten alle Laborgeräte, die
er sorgfältig zu Beginn der Reise zusammengestellt hatte,
zu einzelnen Atomen verdampft im Orbit von Terkan.
Plötzlich wurde er hellwach. Er war an etwas Hartes
gestossen und konnte trotz mehrfacher Versuche an dicht danebenliegenden
Stellen nicht tiefer in der Boden eindringen. |
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‘Also doch eine Felsplatte!’
dachte er und überlegte, wie diese Quadratform wohl entstanden
sein konnte.
Dann hatte er ein grösseres Stück freigelegt und
traute seinen Augen nicht. Aus einem knappen Meter Tiefe glänzte
Metall empor.
‘Eine Kiste!’ fuhr es ihm durch den Kopf. Er
kam sich vor wie ein Schatzgräber auf der Suche nach
Long John Silvers Nachlass.
Dann aber grub er ein Stück von der Grösse eines
kleinen Tischs frei und sah es sich genauer an. Eine Kiste
war es wohl nicht, dazu war das Ganze einfach zu gross, er
konnte nirgends einen Rand finden. Das Metall war silberglänzend
und sah aus wie rostfreier Edelstahl. Erstaunt registrierte
er, dass seine Arbeit mit der Schaufel keine sichtbaren Kratzer
an der Oberfläche hinterlassen hatten.
‘Keine Negser, niemals!’ dachte er. ‘Das
ist Edelstahl, wie er selbst auf der Erde oder auf Knn nur
aufwendig hergestellt werden könnte.’
Er grub weiter, um an irgendeinen Rand der Stahlplatte zu
kommen, aber seine Mühen waren vergebens.
Paul richtete sich enttäuscht auf, sein Rücken
schmerzte. Die Sonne stand jetzt tief am Himmel, die Lichtung
lag im Schatten. In der Nähe wuselte eine Maus durch
das Laub, was ihn wieder daran erinnerte, dass er sich ein
Nachtlager bereiten musste.
Er entschloss sich, am nächsten Tag weiterzugraben.
Zwischen ein paar dichten Büschen in der Nähe fegte
er Laub und Reisig zusammen, ass noch ein wenig von den Vorräten
aus dem Rucksack, pries noch einmal William und Rodion für
ihren Mut und ihre Sorge um ihn, dann schlief er den Schlaf
der Gerechten.
Am nächsten Morgen fühlte er sich schon wesentlich
besser als am Morgen zuvor. Diesmal fing er mit seinen Grabungen
dort an, wo er die Ecke der Platte vermutete, falls sie wirklich
so gross sein sollte wie die Lichtung. Jeweils etwa zehn Meter
von zwei riesigen Buchen entfernt stiess er den Spaten in
die Erde, doch auch hier war er nach einer halben Stunde wieder
auf die Stahlplatte gestossen. Etwas ratlos schaute er sich
um, dann entschloss er sich, einen guten Meter weiter waldeinwärts
zu graben.
“Yeah!” rief er eine weitere halbe Stunde später.
Der Rand der Platte war erreicht. Angetrieben von seinem
Erfolg, buddelte er schnell zwei Meter des Randes frei. Dann
suchte er das untere Ende der Platte, was er einige Zeit später
erreichte.
Er setzte sich auf den Rand der ausgehobenen Grube, um auszuruhen.
Als er sich ein wenig erholt hatte, kam er ins Grübeln
und Rechnen. Er bückte sich und mass mit der Hand die
Stärke der Platte.
‘Mindestens 45, vielleicht sogar 50 Zentimeter’,
dachte er noch, dann ging er, seine Schritte zählend,
zu der Stelle, an der er gestern gegraben hatte.
Kopfschüttelnd ging er zurück, während er
das Gewicht der Platte überschlug.
‘100 mal 100 Meter oder sogar mehr, das sind 10.000,
womöglich 15.000 Quadratmeter. Eine knappen halben Meter
dick, das sind - rechnen wir mal vorsichtig - 5000 Kubikmeter.
Ein Kubikmeter Edelstahl sind etwa 8 Tonnen, das wären
mindestens 40000 Tonnen Gewicht, vierzigtausend Tonnen!’
Ihm fiel ein, dass ein Reaktor für die Ammoniaksynthese
25 Meter hoch war, einen Durchmesser von 2 Metern hatte und
etwa 1000 Tonnen wog. 40 von solchen Dingern!!
Er sprang wieder in die Grube und untersuchte den Rand der
Platte. Absolut gerade, soweit er das beurteilen konnte, ohne
jede Spur von Korrosion, eine vollkommen glattpolierte Oberfläche,
auch an den Seiten.
‘Wer? Warum?’ fragte sich Paul. ‘Keine
Menschen, wie auch, keine Knn, glaube ich jedenfalls. Und
die Terkaner erst recht nicht. Aber wer sonst? Aliens? Witzig,
sind wir selbst!’
Dann fragte er sich, ob diese Platte ohne Sinn dort lag
und kam zu dem Schluss, dass sich wohl dann niemand die Mühe
gemacht hätte, diese Platte hier zu vergraben.
Es war wieder Mittag, und er nahm seine Pause. Grübelnd
schlief er ein. Er schlief nicht gut. Grosse Platten hoben
sich aus dem Boden und fingen an, um ihn herum zu rotieren.
Dann stieg eine in die Höhe und begann, sich zu drehen,
erst langsam, dann immer schneller. |
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Schweissgebadet wachte Paul auf. Die
Platte drehte sich, worum? Natürlich um ihren Mittelpunkt!
Er sprang auf und lief einige male um die Lichtung, immer
Richtung Mitte schauend. Dann hatte er einige günstige
Stellen gefunden.
Auf der nördlichen und südlichen Seite des Platzes
war jeweils 10 Schritte von der diagonal gegenüberliegenden
Ecke ein fast ungehinderter Durchblick zur anderen Seite möglich,
einen ähnlichen Ort fand er auch an den beiden anderen
Seiten. Er versuchte, die jeweiligen Ecken möglichst
genau abzuschätzen und markierte die Stellen, die er
anpeilen wollte, mit einem Stück Stoff, dann ging er
in die Mitte der Lichtung und visierte mit zwei Paaren von
Stäben diese Stellen an. Vier oder fünf mal lief
er hin und her, peilte, versetzte einen Stab, peilte wieder,
versetzte wieder. Irgendwann war er zufrieden. Die vier Stäbe
standen drei Meter auseinander, der Mittelpunkt liess sich
also hinreichend genau lokalisieren - falls er die Eckpunkte
der Lichtung richtig abgeschätzt hatte.
Wieder schwang er seinen Spaten, wieder hatte er eine halbe
Stunde zu graben, wieder stiess er auf die Metallplatte.
Er begann, die Platte zu säubern. Und wieder einmal
wurde er hellwach. Hier war eine Unebenheit. Er sah genauer
hin.
‘Ein Pfeil, oder was?’ dachte er.
Der Pfeil war zwanzig Zentimeter lang und war einen Millimeter
tief in die Oberfläche eingefräst. Genau konnte
Paul die Himmelsrichtungen nicht angeben, aber der Pfeil zeigte
Richtung Norden.
Paul grub in diese Richtung und nach einem halben Meter kam
er wieder an eine Stelle, an der in die Oberfläche etwas
eingefräst war. Diesmal war es eine gerade Linie - nein,
bei genauerem Hinsehen erwies sie sich als leicht gebogen.
Er grub weiter, wobei er sorgfältig darauf achtete, immer
in Richtung des Pfeils zu graben. Mindestens eine Stunde arbeitete
er, dann stiess er wieder an eine eingefräste Linie,
diesmal war sie aber deutlich gebogen. Innerhalb des Kreises
übersäten Zeichen die Oberfläche. Keine menschlichen
Zeichen, ganz offenbar, aber auch keine Knn-Zeichen, wie er
sie kannte. Auch bei den Negsern hatte er solche Zeichen noch
nie gesehen.
Er war jetzt dicht bei einem grossen Busch angelangt, der
ihn am Weitergraben in gerader Linie hinderte.
Er schaute in den Himmel, die Sonne stand tief, aber es war
noch hell. Er beschloss, die kreisförmige Linie noch
etwas freizulegen und dann seine Grabungen zu beenden.
Nach einiger Zeit hatte er genug von der harten Arbeit. Er
sah sich das freigelegte Stück des Kreisbogens an und
schätzte, dass der vollständige Kreis wohl etwa
5 Meter Durchmesser haben musste. Dummerweise lag der grösste
Teil dieses Kreises unterhalb dieses grossen Busches, der
ihn eben schon behindert hatte.
Es juckte ihn in den Fingern, diesen Busch auszugraben und
die gesamte Fläche freizulegen, aber dann verwarf er
den Gedanken. Er ging hinüber zu dem Lager der vergangenen
Nacht und legte sich auf die dicke Schicht Laub, die ihm gestern
einen guten Schlaf beschert hatte.
Wenn er die Gräben jetzt zuwerfen würde, könnte
man spätestens in ein bis zwei Wochen diese Stellen nicht
mehr ohne eine genauere Untersuchung lokalisieren. Sicher
würde man ihn suchen, und wer weiss, vielleicht würde
sich ein Suchtrupp auch auf diese Lichtung verirren. Deutliche
Spuren dürfte er hier nicht hinterlassen, sonst würden
die Vertreter der KRAFT nicht ruhen, bis sie ihn gefunden
und einem endgültigen Verhör unterzogen hätten.
Ausserdem gingen sowohl seine festen wie auch seine flüssigen
Vorräte langsam zur Neige, er musste den Wald verlassen
und nach Negs kommen, bevor Kühnhold und die seinen die
Stadt übernehmen würden.
Er stand noch einmal auf und ging zu seiner Ausgrabung.
Der Wald lag mittlerweile still in der Abenddämmerung,
kleine Tiere raschelten in der Nähe. Er fühlte noch
einmal über die makellos glatte Oberfläche des Stahls
mit den eigenartigen Vertiefungen. Was mochten diese Zeichen
bedeuten? Made in Taiwan? Manufactured by Nozzlecast Inc.? |
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Ein regelmässiges, ganz schwaches
Geräusch irritierte ihn. Mit den Händen wischte
er ein wenig Erde an der Stelle weg, an der er aufgehört
hatte zu graben. Er schrak etwas zusammen. Aus dem Dunkel
blinkte eine kleine rote Lampe: blink - blinkblink - blink
- blink - blinkblink und nach einer kurzen Pause wieder von
vorn. Die Haare in seinem Nacken stellten sich auf. Er sah
sich um, als erwartete er, aus der Dämmerung ein fremdartiges
Monster auftauchen zu sehen. Niemand war zu sehen oder zu
hören. Mit einem unheimlichen Gefühl stand er auf,
schlich zu seinem Nachtlager und fiel kurz darauf in einen
unruhigen Schlaf.
Am nächsten Morgen sah er als erstes nach der Lampe,
sie blinkte immer noch in ihrem alten Takt.
Dann warf er alle Gräben zu, nachdem er die Stäbe,
die er gestern zum Peilen benutzt hatte, hineingeworfen hatte.
Gegen Mittag war er fertig, zufrieden blickte er über
sein Werk. Schon jetzt waren seine Ausgrabungen nur noch bei
genauerem Hinsehen zu entdecken. |
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| Weiter drinnen im Wald war ein kleiner
Tümpel, an dem er seine Wasservorräte auffüllte.
William und Rodion hatten an alles gedacht, auch an einen
Desinfektionsfilter; Angst vor einer Infektion musste er also
nicht haben, der Geschmack der Brühe war ein anderes
Kapitel.
Er ging jetzt wieder zu der Stelle, an der er vor zwei Tagen
vom Pfad abgebogen war. Den Pfad überquerte er nach dem
üblichen vorsichtigen Horchen, ob sich jemand näherte.
Niemand kam, vermutlich war das gesamte Dorf, die gesamte
menschliche Delegation bei der Vorbereitung des Angriffs auf
Negs.
Am späten Nachmittag erreichte er dann den Rand der
grossen Senke, in der sich der Wald befand. Er kletterte den
Abhang hoch und sah sich vorsichtig um, aber wieder war niemand
zu sehen oder zu hören.
Den Weg hinunter legte er mehr rutschend als kletternd zurück.
Unten ging er wieder ein gutes Stück in den dichten Wald
zurück, er wollte sich ausruhen, um dann im Schutz der
Dunkelheit und der kühlen Nachtluft den Weg nach Negs
anzutreten.
Paul erwachte, weil es langsam kühler wurde. Er hatte
sich nicht unter die Decke gelegt, damit er nicht die ganze
Nacht durchschlief. Es war schon fast dunkel, der Horizont
zeichnete sich scharf gegen das letzte Licht des Tages ab.
Die Stadt lag fünfundzwanzig, vielleicht sogar dreissig
Kilometer entfernt, in der Ferne konnte man ihre Umrisse erahnen.
Als sie vor vielen Monaten abgestürzt waren, hatten
Sie bei ihrem Marsch durch die Wüste in einer kleinen
Geländeabsenkung den Tag verbracht. Paul wusste von einer
solchen Mulde, die er versuchen wollte anzusteuern. Sie lag
etwa fünf Kilometer von Negs entfernt, fast im rechten
Winkel zu ihrem Dorf im Wald gelegen. Wenn die Menschen wirklich
einen Angriff auf die Stadt planten, würden sie wohl
nicht gerade dort Rast machen - hoffte er.
Um diese Mulde zu erreichen, war ein Marsch von mindestens
zwanzig Kilometern nötig, sechs Stunden musste er für
diesen Weg durch den Wüstenboden rechnen, eher mehr.
Das liess ihm eine Menge Zeit, in der Dunkelheit nach der
Mulde zu suchen.
Der Marsch war eintönig, aber seine zeitliche Kalkulation
ging gut auf. Ein wenig konnte er die Zeit am Stand der Sterne
schon ablesen, und er erreichte die angepeilte Region in tiefer
Dunkelheit. Irgendwann liess er sich einfach nieder, um auszuruhen.
Die Nacht war kühl, wie in der Wüste üblich.
Die fremden Sterne funkelten am klaren Himmel, der Fluss war
zu riechen, es war still und friedlich. Am Horizont konnte
er den kleinen Mond von Terkan aufgehen sehen und nach einiger
Zeit begann er, die Wüste in ein schwaches, fahles Licht
zu tauchen.
Paul sah sich nun genauer um. Weiter entfernt von der Stadt
meinte er eine kleine Absenkung in den gleichmässigen
Wellen des Wüstensandes zu erkennen, einen Kilometer
entfernt, vielleicht etwas mehr. Er pries den Mond, auch wenn
er nur klein war und lief auf die Stelle zu. Der aufgehende
Mond machte ihm auch Sorgen; die Negser würden sicher
damit rechnen, dass sich die Menschen nicht so ohne weiteres
aus der Stadt verjagen lassen würden und Wachen aufstellen,
auch in der Nacht. Die Stadt war zwar immer noch nicht deutlich
zu sehen, aber er fürchtete, sich gegen den Wüstensand
als dunkler Punkt abzuheben.
Es dauerte nicht lange, dann hatte er die Senke erreicht.
Er glitt den Abhang hinab, ging auf ein paar dürre Büsche
zu, warf sich auf den Boden und war kurze Zeit später
eingeschlafen. |
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Irgendwann am Morgen wurde er wach,
weil ihm die Sonne in die Augen schien. Er verkroch sich weiter
hinter die Büsche, warf die Decke und ein paar Kleidungsstücke
über sie, um etwas Schatten zu haben, dann legte er sich
wieder hin.
Spät am Nachmittag erwachte er dann richtig. Er ging
zum Rand der Senke und kletterte hoch. Die Stadt lag erschreckend
nah, er meinte sogar einige Leute über die Dächer
der Häuser am Rand laufen sehen zu können. Nun,
er hatte Zeit bis zum Abend, bei Einbruch der Dunkelheit wollte
er den Weg wagen.
Paul fragte sich, wieso der Wind diese im Wüstengelände
verstreuten Senken nicht schon längst zugeweht hatte,
aber er fand keine vernünftige Erklärung. Es gab
zwar nur selten heftigeren Wind, aber auch stetes Sandkorn
hätte die Senke füllen müssen.
In Blickrichtung Wald, dort, wo das Gelände etwas abfiel,
bemerkte er eine sehr schmale Spalte im felsigen Gestein.
Er ging darauf zu, es sah fast so aus, als würden die
wenigen Regenfälle in dieser Region an dieser Stelle
regelmässig den überschüssigen Sand aus dieser
Senke spülen. Für einen Menschen war dieser Durchgang
fast schon zu schmal, aber er wusste nun, woher die Schwalben
kamen, die er auf der Lichtung beim Jagen beobachtet hatte,
sie brüteten oben in den steilen Abhängen.
Er ging zurück und stieg wieder am Rand der Senke hoch.
An einer Stelle konnte er sich hinlegen und die Umgebung beobachten,
ohne dass ihn jemand hätte entdecken können. Er
machte es sich gemütlich und sah sich mehrfach die Stadt
und den Raum zwischen Wald und Stadt an. So intensiv er auch
schaute, er konnte niemanden auf dem Weg zur Stadt entdecken.
Auf den Dächern konnte er aber immer wieder Negser sehen,
die offenbar die Umgebung absuchten. Zuweilen hatte er das
Gefühl, dass einige von ihnen Zeichen gaben; er konnte
allerdings keinen Adressaten orten. |
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Er musste wieder eingeschlafen sein.
Das nächste, was er bemerkte, war eine Hand, die nach
seiner Schulter griff. Halb benommen sprang er auf. Es war
schon wieder dämmerig geworden und er sprang auf die
Gestalt zu, die am nächsten stand. Die Gestalt wich ein
wenig aus, er wurde am Handgelenk gefasst, etwas herumgewirbelt,
dann lag er auf dem Bauch und neben ihm kniete jemand, der
seinen rechten Arm senkrecht nach oben gebogen hatte und sich
auf seinen Handrücken lehnte.
Ein paar Worte auf Negs flogen hin und her, dann liess der
Mann ihn los.
Paul schüttelte seinen verdrehten Arm etwas aus und
richtete sich auf. Herg sah ihn etwas grinsend an, ein halbes
Dutzend weitere Negser standen um ihn herum, zwei von ihnen
hatten Armbrüste in der Hand.
Paul kam langsam wieder zur Ruhe, dann zuckte er mit den
Schultern und hob die Hände, wobei er seine Handflächen
zeigte. Ein wenig musste er auch lachen; Herg war deutlich
älter als er, mindestens zwanzig Zentimeter kleiner als
er und ihm in Bezug auf Körperkraft deutlich unterlegen.
Er hatte ihn aber ohne Mühe unter Kontrolle gebracht.
“Was machst du hier?” fragte Herg.
“Ich möchte in eure Stadt,” antwortete Paul.
“Bei uns will mich keiner mehr und ich hatte gehofft,
dass ihr mich aufnehmt.”
“Nun, als Armee ist er auch wirklich zuwenig”,
meinte trocken einer der Armbrustträger zu Herg. Paul
verstand mittlerweile genug Negs, um einer Unterhaltung zumindest
folgen zu können; vielen Negsern ging es umgekehrt genauso.
“Ihr rechnet also mit einem Angriff aus dem Wald?”,
erkundigte sich Paul.
Herg nickte nur.
Paul bestätigte die Vermutung. “Ich bin auch
sicher, dass ein Angriff kommt. Kühnhold und die Seinen
werden nicht ruhen, bis sie Negs in der Hand haben.”
“Und was machst du dann hier?”
Das Misstrauen war natürlich mit Händen zu greifen.
Er erzählte von seinen Problemen im Dorf. Das Ende
von Manfred und seine Entdeckung auf der Lichtung verschwieg
er vorsichtshalber.
Er ging nicht davon aus, dass ihm die Negser ohne weiteres
glauben würden. Wahrscheinlich hielten sie ihn für
einen Spion oder Saboteur. Wer wollte es ihnen verdenken nach
den guten Erfahrungen mit der Truppe um Kühnhold.
Sie nahmen ihn mit nach Negs. Er wurde weder gefesselt noch
irgendwie besonders bewacht. Ein Fluchtversuch wäre auch
wirklich zu ulkig gewesen angesichts der Armbrüste; die
Spezialisten schossen auf hundert Meter einer Fliege den Kopf
ab.
Sie gingen fast schweigend durch die Nacht. Eine eigenartige
Angewohnheit der Negser, die Paul schon früher aufgefallen
war: hatte man einen längeren Marsch vor sich, wurde
nur das nötigste gesprochen, so als gäbe es eine
Art Sprachhemmung.
In Negs gelangten sie durch dasselbe Tor in die Stadt, durch
das sie stets gingen, sie verschwanden aber schnell in einem
der nächstgelegenen Häuser. Von dort ging es einige
hundert Meter unterirdisch in ein anderes Haus, wo Sie von
den beiden Geschwistern Dagolesian und Redala erwartet wurden.
Sie wurden kurz von Herg über Pauls Erlebnisse in Kenntnis
gesetzt, dann wandte sich Dagolesian an ihn. |
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“Werden deine Freunde angreifen?”
“Meine Freunde sind nur noch die wenigsten. Aber zu
dem Angriff: Sie werden angreifen. Kühnhold ist sehr
erbost über die Vorkommnisse hier in Negs.”
“Wann?”
“Ich weiss es nicht. Ich bin ziemlich schnell nach
Kühnholds Rückkehr aus dem Wald verschwunden. Es
wundert mich fast, dass sie es noch nicht versucht haben.
Was ist eigentlich passiert?”
Redala sah ihn ernst an.
“Mehrere deiner Freunde haben versucht, unerlaubten
Kontakt mit Frauen aus Negs zu unterhalten. Ihr wisst, dass
wir das nicht zulassen. Sie wurden dann gewalttätig,
und das haben wir erst recht nicht zugelassen.”
Paul hatte schon einige male mitbekommen, dass es in dieser
Beziehung ziemlich rigide religiös verbrämte Vorschriften
gab: kein ernsthafter Sex vor der Ehe, Fremdgehen war eine
schwere Sünde. Homosexualität wurde erstaunlicherweise
geduldet. Wahrscheinlich lag der Grund in der lebensfeindlichen
Umwelt; Konflikte mussten vermieden, die Einwohnerzahl musste
kontrolliert werden, womöglich, sogar wahrscheinlich,
hatten die Negser auch Erfahrungen mit Geschlechtskrankheiten.
Für die in dieser Beziehung eher lockeren Erdbewohner
- wozu gab es Medikamente - war das sicher ungewohnt, aber
sie hätten sich wohl dran gewöhnen müssen.
Nun, Kühnhold und seine Neuen Allumfassenden sahen Frauen
aber als so eine Art Nutzgegenstand, und die Frauen von Negs
natürlich erst recht, schliesslich waren das ungebildete,
heidnische Wilde.
Da er nichts weiter dazu sagte, ergänzte Redala:
“Ihr habt vielleicht andere Vorstellungen, aber ihr
seid zu uns gekommen und ihr müsst euch nach unseren
Gesetzen richten, wenn ihr mit uns zusammen leben wollt.”
Worte, die in Stein gemeisselt werden sollten.
Den Stein dann aus zehn Metern Höhe auf Kühnholds
Kopf.
Das Zusammenleben hatte ja eigentlich auch ganz gut funktioniert
bisher.
Ihm war es eigentlich egal, wie die Knn oder die Negser miteinander
umgingen, solange sie unter sich waren; wenn ihm irgendetwas
nicht passte, konnte er es als Marotte belächeln oder
einfach übersehen. Er hatte auch immer das Gefühl
gehabt, dass die Negser eine ähnliche Einstellung hatten,
nie hatte einer von ihnen Kritik am Verhalten der Menschen
oder der Knn untereinander geübt. Nun war Paul auch selbstverständlich
davon ausgegangen, dass ihre verunglückte Expedition
die Sitten der Negser respektieren und sich kompatibel damit
verhalten würden. Wenn man aber seine eigenen Vorstellungen
absolut setzt, sind einem solche Überlegungen natürlich
fremd, dann ist alles falsch, was anders ist und es muss weg.
Eine solche Einstellung wäre schon traurig gewesen, wenn
sie in der Situation der Negser gewesen wären, völlig
erbärmlich wurde sie natürlich in der jetzigen Situation.
'Hoppla, jetzt komm ich. Ich bin zwar in der Minderheit, aber
dafür was besseres und jetzt richtet euch gefälligst
nach mir.' Das war so in etwa Kühnholds Denkart.
Eine solche Einstellung war wohl das Vorrecht fanatisch-fundamentalistischer
religiöser Idioten.
“Wir denken nicht alle so”, versuchte Paul zu
erklären, “ihr habt das sicher auch schon bemerkt.
Wir gehören nicht alle derselben Religion an, man kann
das ja sogar sehen. Es sind ja auch nicht alle in den Wald
gekommen. Wo sind eigentlich die Übrigen?”
Das unterschiedliche Aussehen von Menschen und Knn hatten
sie als Folge unterschiedlicher Religionszugehörigkeit
erklärt; die Negser hatten das offenbar auch geglaubt.
“Sie sind weiter in ihrem Sechstel und haben drei
von euch gefangen.” |
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Aha! Davon hatte Kühnhold nichts
gesagt. Die Knn hatten offenbar noch alle Tassen im Schrank
und schlugen sich auf die Seite der Negser.
“Hat es eigentlich Verletzte gegeben?” fragte
Paul.
Nach kurzem betretenem Schweigen antwortete Herg.
“Vier Negser sind tot, eine ganze Reihe weiterer sind
verletzt. Sie sind von eigentümlichen, laut knallenden
Waffen getroffen worden.”
Paul fasste sich an den Kopf. Ein paar von Kühnholds
Bande hatte noch Schusswaffen und diese auch eingesetzt. Bisher
hatte er eigentlich keine Bedenken wegen des Angriffs gehabt,
aber jetzt kamen ihm welche. Armbrüste gegen moderne
Schnellfeuerwaffen, das würde womöglich ein ungleicher
Kampf.
“Ihr müsst damit rechnen, dass ihr wieder mit
diesen Waffen angegriffen werdet. Aber wieso haben euch die
anderen nicht geholfen?”
“Sie haben diese Waffen offenbar nicht”, antwortete
Herg. “Hat das auch etwas mit der Religion zu tun?”
Paul war sich nicht sicher, aber sollte das etwa Ironie
gewesen sein?
Eine schöne Situation war das jedenfalls. Kühnhold
und die Seinen bewaffnet, voller Wut und von einem göttlichen
Sendungsbewusstsein.
Paul schüttelte den Kopf.
“Nein, nicht direkt. Aber ihr seid 30000 gegen 300,
und die anderen werden euch helfen. Das hoffe ich jedenfalls.
Eigentlich sollte das reichen, um die Leute aus dem Wald abzuwehren,
auch ohne deren Waffen. Ach, so ganz nebenbei, was habt ihr
eigentlich mit mir vor?”
Bevor jemand die Frage beantworten konnte, ging die Tür
auf und Roguli trat mit Eld herein. Fröhlich sah er nicht
aus, Eld runzelte die Stirn, als sie ihn sah.
Die Anwesenden berieten sich kurz, dann bat man Paul nach
oben in einen Schlafraum.
“Warte hier, wir haben unten einiges zu bereden.”
Paul war verwirrt; diese Höflichkeit! Trauten sie ihm
einfach so? Einen naiven Eindruck machten die Negser doch
auf keinen Fall.
Er schaute aus dem Fenster in die Dunkelheit, dann öffnete
er das Fenster und lauschte. Nichts war zu hören. Er
war schon wieder müde und legte sich hin.
Er wurde vorsichtig wachgerüttelt, Roguli sah ihn an
und bedeutete ihm, dass er folgen sollte. Unten richtete Redala
das Wort an ihn.
“Wir sind in einer schwierigen Lage. Immerhin wissen
wir, dass wir angegriffen werden sollen, wir hatten aber auch
damit gerechnet. Dich können wir hier aber auch nicht
frei rumlaufen lassen. Viele Negser sind aufgebracht wegen
der Ereignisse neulich, irgendeiner würde dich sicher
töten. Vielleicht wären aber auch die anderen von
euch schneller und würden dich gefangennehmen. Wir wollen
dich als Informationsquelle behalten, deshalb schaffen wir
dich wieder aus der Stadt heraus. Wir haben ein paar Leute
unten auf einem Hof, denen wir vertrauen können, du wirst
dort Bauer.”
Die Vorgehensweise der Negser überraschte Paul.
“Vertraut ihr mir einfach?”
Roguli antwortete.
“Wer betrügen will, redet viel. Ausserdem sehen
wir, dass du ziemlich übel zugerichtet gewesen sein musst.”
“Das kann doch ein Täuschungsmanöver sein.”
Roguli zuckte mit den Schultern.
“Was sollen wir machen? Wir vertrauen dir oder oder
wir vertrauen dir nicht, etwas anderes gibt es zunächst
nicht. Du bist einer von denen, die wir am besten kennen,
und wir vertrauen dir weil wir dir vertrauen möchten,
aber das Vertrauen hat offene Augen. Wir müssen übrigens
noch heute Nacht los.”
Die Versammlung löste sich auf, dann ging es mit Roguli,
Herg und Herdo, einem weiteren eher kleingewachsenen Negser
durch die Unterwelt zu einem Haus im Stadtinneren. Dort wartete
ein Ochsenkarren mit Unrat auf ihn. Man steckte ihn in eine
Kiste unter dem Karren, die normalerweise zum Transport von
Werkzeug und Geräten diente, dann rumpelten sie los.
Am Stadttor gab es eine kurze Unterredung mit einem Knn,
aber nach kurzer Zeit konnten sie weiter.
Die Kiste war eng, es stank entsetzlich und er wurde in der
engen Kiste hin und her geworfen. Nach einer endlos scheinenden
halbe Stunde wurde er endlich aus seinem Gefängnis befreit.
Er war richtig benommen und bekam nur halb mit, wie er gestützt
auf Roguli in den Stall des Bauernhofes geführt wurde.
Jemand redete noch etwas von plötzlichem Besuch, Zimmer
wird hergerichtet und ähnliches unverständliche
Zeug.
Paul war es einerlei. Er sank auf eine dicke Schicht Stroh,
dann schlief er ein.
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